By Anton
Heinz Spielmann.
Nachdem am 4. November 1918 auch die vier Tiroler Kaiserjägerregimenter fast zur Gänze aufgrund des Zusammenbruchs der Monarchie zwar unbesiegt, aber durch die Manipulation mit dem Zeitpunkt des Beginnes des Waffenstillstandes in italienische Kriegsgefangenschaft geraten waren, erhob sich die Frage, was mit dem Bergisel geschehen sollte, der nicht nur als Regimentsschießstätte gedient hatte, sondern auch zur stimmungs- und pietätvollen Gedenkstätte geworden war.
Die
vom Kapitel des Stiftes Wilten am 14. 11. 1917 beschlossene Schenkung des
Territoriums an die Tiroler Kaiserjägerregimenter
war mangels der erforderlichern Übergabe an die Truppe
nicht rechtswirksam geworden. Sie war auch nicht nachholbar. 
Unbekannter
Künstler: "Der Probeschuß des Erzherzogs Karl Ludwig,
Statthalters von Tirol, auf dem Schießstande der Kaiserjäger in
Innsbruck am 29. September 1855"; Holzstich, koloriert, 1855.
Regimentsschießstätte der Kaiserjäger - bis heute
in Betrieb (Tiroler
Landesmuseum Ferdinandeum, W6504/95).
Das Prämonstratenser-Chorherrenstift hatte unter dem Vorsitz des Abtes Adrian Zacher am genannten Tage beschlossen, den dem Tiroler Jägerregiment mit Urkunde vom 23. 1. 1838 zur Nutzung überlassenen Grund auf dem Bergisel nun den vier Kaiserjägerregimentern unentgeltlich ins volle Eigentum zu übergeben.
Dies geschah ausdrücklich "zum Dank für die glückliche Errettung des Kaisers aus großer Lebengefahr" (am 10. 11. 1917 war Kaiser Karl auf einer Fahrt im Isonzokriegsgebiet beim Passieren eines plötzlich angeschwollenen Torrente durch heldenmütige Anstrengungen seiner Begleiter vor dem Ertrinkungstod bewahrt worden) und "in staunender Bewunderung der großen Heldentaten unserer vaterländischen Truppen, vor allem der Kaiserjäger".
Es war nun stritting geworden, wer als Rechtsnachfolger dieser Regimenter in Betracht kommt: der liquidierender Truppenkörper, die ehemaligen Kaiserjägeroffiziere, die entstehende neue österreiche Wehrmacht, der Staat, das Land Tirol oder die Stadt Innsbruck.
Die endgültige Entscheidung zog sich sehr lange hin.
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